Themenschwerpunkt: Digitale Ästhetik und Politik
Webseiten/Blogs/Soziale Medien:
https://elisalinseisen.com
https://hfbk-hamburg.de/en/staff/elisa-linseisen
https://gfmedienwissenschaft.de/gesellschaft/vorstand
Sprache/n: Deutsch, Englisch
Wohnort: Hamburg, Berlin
Bundesland: Hamburg
Land: Deutschland
Themen: gender und medien, algorithmen, queer-feminismus, filmtheorie, ki und film, medienästhetik, planetare gesundheit
Ich biete: Vortrag, Moderation, Seminarleitung, Beratung, Training, Interview
Als Film- und Medienwissenschaftler*in spreche ich an der Schnittstelle von digitaler Kultur, Kunst und gesellschaftlicher Transformation. Ich biete Vorträge, Panels und Keynotes zu folgenden Schwerpunkten:
🎀💅🏻💖 Hyperfemininität & Digitaler Feminismus: Ästhetik und Widerstand im Y2K/Y3K-Netzalltag, Popkultur, Barbie und digitaler Aktivismus.
📱 App Studies & Algorithmenkritik: Wie Apps unsere Wahrnehmung formen und wie wir lernen können, subversiv mit Algorithmen zu leben („Applizieren“ statt nur Konsumieren).
🏳️🌈 Queer Computing & Gender im Code: Kritische und spekulative Perspektiven auf Softwarearchitekturen, Datenbilder und Technikphilosophie.
🌍 Planetare Gesundheit & Medienökologien: Die Rolle von Medien, Kunst und den Public Humanities im Kampf für Klimagerechtigkeit sowie kritische Perspektiven auf den ökologischen Fußabdruck digitaler Infrastrukturen.
🎬 Post-Cinema & Unfertiges Kino: Das Nachleben von Filmen, algorithmisches Kino und die Zukunft des bewegten Bildes.
Ich lehre und forsche als Professor*in für Film- und Medientheorie an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK) und vertrete als erste Vorsitzende die Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM). Meine wissenschaftliche Arbeit bewegt sich an den Schnittstellen von Medientheorie, digitaler Ästhetik, Queer-Feminismus und Technikphilosophie. Nach meinem Studium in München habe ich in Bochum zur medienphilosophischen Bildverarbeitung von High Definition promoviert (erschienen bei meson press, 2020). Mein aktuelles Habilitationsprojekt an der Universität Paderborn widmet sich dem „Applizieren“ als widerständige Kulturtechnik im Zeitalter von Algorithmen. Zuvor durfte ich an verschiedenen medienwissenschaftlichen Instituten im deutschsprachigen Raum lehren und forschen. Filmbildung und -kuration begreife ich dabei als politische Praxis, die ich aktiv in verschiedenen Filmfestivals und Kulturkontexten einbringe. Meine Vorträge – ob auf akademischen Bühnen oder im öffentlichen Raum – sind Interventionen, die darauf abzielen, komplexe technologische Entwicklungen zu entmystifizieren, Machtstrukturen offenzulegen und digitale Infrastrukturen gesellschaftskritisch zu verhandeln.
Vorträge / Referenzen:
This talk explores the concept of “application” as a critical practice for navigating a world increasingly dominated by algorithms, challenging the notion that users are merely passive and even timid consumers of technology. Drawing on the theme of “media anxieties,” Linseisen argues that application can serve as a site of resistance, fostering (self-)knowledge and thus agency. Tracing the etymological roots of “applicatio” in religious and legal contexts, the talk highlights its emancipatory potential and contrasts it with the more individualistic, (neo-)liberal concept of appropriation. By examining queer-feminist reinterpretations and contemporary uses of application in media, it underscores the transformative potential that users can wield even within algorithmic constraints, and the fears that accompany such a life of confinement. Ultimately, the talk argues for viewing application not as submission to rigid rules, but as a means of dynamic engagement with technology that enables individuals to promote sociality. This perspective invites a rethinking of our interactions with digital systems, transforming us from passive and emotionally restrained users to socially engaged in a life of coping with algorithms.
Dieser Vortrag ist auf: Englisch
Beitrag beginnt 00:15:30
Das Interview mit den tagesthemen thematisiert den Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf die Filmbranche am Beispiel der Proteste in Hollywood. Im Fokus stehen die veränderten Bedingungen der Arbeitskultur im Bereich der immateriellen Arbeit (immaterial labor) und das Plädoyer dafür, das Filmemachen trotz technologischer Automatisierung weiterhin als eine zutiefst soziale und kollektive Tätigkeit zu begreifen.
Dieser Vortrag ist auf: Deutsch
Panel im Rahmen des HFBK-Symposiums In Zukunft schreiben
Mit Lukas Bärfuss und Jenifer Becker, moderiert von Friedrich von Borries und Elisa Linseisen
Wie verändert KI die künstlerische Schreibpraxis? Wie kann ein Schreiben mit KI monopolistische Infrastrukturen unterlaufen und jenseits der Prompt-Logik Verfahren entfalten? Art(ificial) Narration als Prüfstein: Denn Schreiben an und in Zukünften heißt auch technische Bedingungen umzuschreiben.
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Schreiben als Teil künstlerischer Praxis steht an Kunsthochschulen, im Kunstbetrieb und in der Kunstkritik aktuell hoch im Kurs. Sowohl in der Konzeption als auch in der Umsetzung von künstlerischen Arbeiten spielt Schreiben eine wichtige Rolle und wird auf der Bühne, im Film, bei Performances oder als Teil von Installationen und Bildwerken kenntlich.
Das öffentliche Symposium und die korrespondierende Ausstellung widmen sich unterschiedlichen Formen des Umgangs mit Texten und Praktiken des Schreibens im Kunstkontext. Im Austausch zwischen Künstler*innen und Autor*innen werden Übergänge wie auch Interferenzen im Verfassen und Inszenieren eines Textes sichtbar. Neben dem Verhältnis von bildender Kunst und Literatur rücken in fünf Panel-Diskussionen weitere Beziehungen in den Blick: etwa institutionelle, technologische oder poet(olog)ische, die allesamt auf mögliche Zukünfte des Schreibens ausstrahlen.
Der von mir co-gehostete Podcast Gender, Gossip und Gehirn bringt medienwissenschaftliche Theorie und Popkultur zusammen, um drängende gesellschaftliche Fragen rund um digitale Kulturen, Gender, Algorithmen und Medienökologien zu diskutieren. Im lockeren Gesprächsformat und mit einer Prise Humor werden hier wissenschaftliche Analysen verständlich vermittelt, um Machtstrukturen offenzulegen und die Lebendigkeit feministischer Forschung zu zeigen.
Dieser Vortrag ist auf: Deutsch
Gespräch mit dem Filmemacher Benedict Neuenfels über seinen Film "Der Felsen" (2002, Regie: Dominik Graf) und den Einsatz von digitaler Kameratechnik.
Dieser Vortrag ist auf: Deutsch