Jennifer Hofmann

Psychiaterin/Psychotherapeutin , Ärztin, Betriebswirtin


Themenschwerpunkt: Traumafolgestörung/Missbrauch

Sprache/n: Deutsch, Englisch

Stadt: Bern

Land: Schweiz

Themen: istanbul protokoll, therapie/umgang/folgen der frühkindlichen schweren traumatisierung bei frauen, achtsamkeit in therapie/ arbeit/alltag, folgen des missbrauchs bei frauen, rechtliche aspekte der traumatisierung, therapie der komplexen traumafolgestörung, traumatherapie bei flüchtlingen, therapie/arbeit mit essstörung, karriere und kind, team und trauma

Ich biete: Vortrag, Moderation, Seminarleitung, Beratung, Training, Interview

  Ich bin bereit, für eine Veranstaltung zu reisen.

  Ich bin bereit, für gemeinnützige Zwecke kostenfrei zu sprechen.

Persönliche Anmerkung:

Ich setze mich für die Rechte von Frauen ein, nicht missbraucht zu werden, egal ob emotional, körperlich und sexuell. Weiterhin setzte ich mich sehr für das Verständiss der Folgen/Symptome der komplexen/frühkindlichen Traumafolgestörung ein, sowie die Therapie dieser schweren Erkrankung. Neben der Arbeit mit traumatisierten Frauen aus der Schweiz arbeite ich auch mit traumatisierten Flüchtlingsfrauen und Flüchtlingsmänner. Hier arbeiten meine Kollegin und ich mit der Traumaexposition NET (Narrative Expositionstherapie) und erstellen wenn nötig das Istanbul Protokoll bei Menschen die gefoltert wurden um deren Rechtsstatus zu sichern.
Es ist mir ein grosses Anliegen, dass Frauen mehr Rechte bekommen und schon in derErziehung die Chance bekommen "Nein" sagen zu dürfen!

Biografie:

Ich bin 45 Jahre alt und habe in meinem Leben diverse Ausbildungen gemacht, die mein Leben geprägt haben. Vor 25 Jahren habe ich meine Ausbildung als Retttungssanitäterin absolviert und schon damals immer wieder mit häuslicher Gewalt und Kindesmisshandlung zu tun gehabt.
Auch im Rahmen meines Medizinstudiums kam es in den verschiedenen Fachrichtungen immer wieder zu Hinweisen auf häusliche und sexuelle Gewalt. Leider hatten die wenigsten Kollegen ein echtes Interesse daran, etwas dagegen zu unternehmen oder den Mut sich für die Betroffenen ein zu setzen.
In meinem Beruf als Psychotherapeutin arbeite ich schwerpunktmässig mit komplex und frühkindlich traumatisierten Frauen. Sie zeigen zum Teil eine Vielzahl an Symptomen und werden in der Öffentlichkeit auffällig. Diese fordert dann schnell eine dauerhafte Einweisung in der Psychiatrie. Ich arbeite mit Behörden und Polizei zusammen um diese Stigmatisierung und Traumaverleugnung zu bekämpfen. Auch innerhalb der Psychiatrie gibt es viele Traumaverleugner. Es ist mir eine Herzensangelegenheit mich für Menschen mit Traumafolgestörung ein zu setzten um mich für ihren Schutz und wenn möglich für Gerechtigkeit (Zusammenarbeit mit Opferhilfen, Frauenhäusern und Anwälten)ein zu setzen.
Weiterhin arbeite ich mit meiner Kollegin mit traumatisierten Flüchtlingen. Wir arbeiten dort vor allem mit der Traumaexposition der Narrativen Expositions Therapie (NET) aus Konstanz. Wir haben bei einem schwer traumatisierten Menschen der immer wieder im Asylverfahren abgelehnt wurde ein Istanbul Protokoll erstellt (ein UNO anerkanntes Protokoll zur Erfassung von Folter). In engere Zusammenarbeit mit Anwälten setzen wir uns so für gefolterte und traumatisierte Flüchtlinge ein.
Durch mein diplom Betriebswirtschaftsstudium ist mir bei all dem auch der wirtschaftliche Aspekt für alle Seiten wichtig. Unsere Arbeit muss finanzierbar sein.
Privat bin ich Mutter einer 8 jährigen Tochter, die bei meiner Vollzeitarbeit in eine Ganztagesschule geht und dort sehr glücklich ist. Aber natürlich ist es immer eine Herausforderung Ehe/Kind/Eigene Bedürfnisse und Beruf unter einen Hut zu bringen.