Sarah Held

Kunst-/Kulturwissenschaftlerin


Themenschwerpunkt: art|gender|postporn|femicide

Webseiten/Blogs: www.changes-for-women.org/ , https://www.facebook.com/girlgangsagainst/ , https://www.facebook.com/pimmelpornprotest/

Sprache/n: Deutsch, Englisch

Stadt: Wien

Land: Österreich

Themen: kunst im öffentlichen raum, tätowierung, riot grrrl, visuelle kommunikation, art & society, street harassment, diy, gender studies, popkultur, aktivismus, abtreibung, visual culture, schwangerschaftsabbruch, popular culture, sexualisierte gewalt, queer feminism, rechtsextremismus, art & activism, porn studies, gender violence, material culture, antifeminismus, feminismus, film und gender, misogynie, queer-feministische pornografie, modetheorie, fashion und gender, critical crafting

Ich biete: Vortrag, Seminarleitung, Training, Interview

  Ich bin bereit, für eine Veranstaltung zu reisen.

  Ich bin bereit, für gemeinnützige Zwecke kostenfrei zu sprechen.

Biografie:

Sarah Held ist promovierte Kunst-/Kulturwissenschaflterin. Sie lebt, arbeitet und forscht als Senior Scientist, an der Akademie der Bildenden Künste, in Wien. Sie beschäftigte sich in ihrer Doktorarbeit mit textiler Interventionskunst zum Sichtbarmachen von sexualisierter Gewalt und Femicides (Frauenmorde) im Spannungsfeld von politischem Aktivismus und feministisch-affektiven Kunstpraxen, die sich an der Schnittstelle zwischen materieller und visueller Kultur bewegen.
In ihrem Forschungsspektrum spielt die Untersuchung verschiedener Gewaltformen gegenüber Frauen und als Frauen gelesenen Personen, insbesondere Femicides, eine große Rolle. Ihre Dissertation wurde von einem Vollzeitstipendium der Friedrich Ebert Stiftung finanziert. Dank der Unterstützung durch die Begabtenförderung hatte sie die Möglichkeit kurz- und langfristige Feldforschungsaufenthalte in den USA, Chile, Mexiko, Großbritannien und Australien zu realisieren.
Zudem lehrt sie an verschiedenen österreichischen Universitäten über ihren Forschungsschwerpunkt hinaus zu queer-feministischer Pornografie/PostPorn und ist Dozentin für Modetheorie an der Linzer Kunstuniversität.

Neben ihrem akademischen Arbeiten ist sie als Kunst- und Kulturschaffende tätig. Seit 2016 betreibt sie gemeinsam mit Sylvia Sadzinski "Pimmel, Porn,Protest", eine internationale Film- und Diskursreihe zu queer-feministischer Pornografie. Sie ist Mitinitiatorin des feministischen Street Art-Kollektivs "Girl Gangs against Street Harassment", einer visuellen Praxis zur Rückeroberung von öffentlichem Raum.

In ihrer Freizeit versucht sie mit dem Verein "Changes for Women", bei dem sie stellvertrenende Obfrau ist, ungewollt Schwangeren den Zugang zu Abbrüchen zu erleichtern. Der Verein bietet niederschwellige Finanzierungsmodelle für Frauen* in Notlagen.

Weitere Kompetenzen, Arbeitsschwerpunkte und Themenfelder sind der unten stehenden Referenzauswahl zu entnehmen.

Vorträge / Referenzen:

Podiumsdiskussion: Salon Différance zu Kunst und Erregung

03/2020
Tanzquartier, Wien

Kunst & Erregung ist der Debütabend der Veranstaltungsreihe Salon Différance, der Auftakt zur Reihe befasst sich mit Kunst, die erregt – Körper und Gemüter.

Mit
Didi Bruckmayr (Fuckhead), Sarah Held (Pimmel Porn Protest), Julischka Stengele (Performancekünstlerin), Marcus Alexander Stiglegger (Filmwissenschaftler)
Moderation

Rosemarie Brucher (Prorektorin MUK)

Workshop: Girl Gangs over Berlin

03/2020
Alpha Nova Galeria Futura, Berlin

In einem zweitägigen Workshop soll mit Hilfe von künstlerischen Interventionen im Stadtraum ein Zeichen gegen Alltagssexismen, sexualisierte Gewalt und die damit häufig einhergehenden Rassismen gesetzt werden. Diskriminierungen und Übergriffe im öffentlichen Raum sollen sichtbar gemacht werden.
Die Teilnehmenden sind eingeladen, sich so wild, rebellisch und gefährlich zu inszenieren, wie sie gerne Belästigern gegenüber treten würden. Aus Fotos, die im Rahmen des Workshops entstehen, werden überlebensgroße Girl Gang Cut-Ups (eine Street Art-Technik, mit der großformatige Abbildungen im öffentlichen Raum geklebt werden können) angefertigt. Gemeinsam wird dann mit Kleister und Bürste der Berliner Stadtraum feministisch und visuell angeeignet. Die Girl Gangs werden an Unorte in Berlin gekleistert - Orte, an denen etwa Übergriffe passiert sind. Der Workshop bietet die Möglichkeit, dem Patriarchat visuell eins überzuziehen. Gleichzeitig schafft er auch Raum für den Austausch über Erfahrungen und Handlungsmöglichkeiten gegenseitiger Unterstützung in Hinblick auf sexualisierte Gewalt und Belästigung. Denn: Du bist nicht allein!

Im Rahmen der Ausstellung:

Eine feministische Perspektive für Berlin heute! Wie könnte eine nicht-sexistische Stadt aussehen?
Mit Bettina Barthel, Dr. Katarina Bonnevier, Roberta Burghardt, Prof. Dr. Kerstin Dörhöfer, fem_arc, Nanni Grau, Sarah Held, Elke Krasny & Sophie Lingg & Claudia Lomoschitz, Angelika Levi, Dorothea Nold, Cristina Perincioli, Caroline Rosenthal, Dr. Meike Schalk, Banu Çiçek Tülü, Lena Wegmann & Tabea Latocha, Martha Wegewitz, Ina Wudtke

Kuratiert von Katharina Koch und Sylvia Sadzinski

https://www.galeriefutura.de/feministische-wohngeschichten-teil-2/

Horrordates - Dating im Patriarchat 2.0

03/2020 Artikel in Kunst-/Kulturzeitschrift "Die Referentin"

"Dating im digitalen Zeitalter: Sarah Held hat die Online-Plattform „Horrordatestorys“ besucht und schreibt über Geschichten aus dem Patriarchat 2.0."

Sammelbandbeitrag: These Girls - Streifzug durch die feministische Musikgeschichte

12/2019
Beitrag zu Cyndi Lauper
in Juliane Streich (Hg.): These Girls - Streifzug durch die feministische Musikgeschichte. Ventil Verlag. 2019.

Film-/Kulturfest: Pimmel Porn Protest fickt Linz!

11/2019
Stadtwerkstatt, Linz

Post Porn Film- und Veranstaltungsreihe und die Politisierung des Pornos kuratiert mit Sylvia Sadzinski.

Porno kann mehr sein als reine Masturbationsvorlage: eine Form der Politik, der Kritik und des Protests. Als aktivistische und subkulturelle Praxis und als künstlerische Strategie kann Porno jenseits des Mainstreams gesellschaftliche Normen rund um Sexualität und Körper infrage stellen. An zwei Tagen schafft Pimmel Porn Protest in Filmscreenings, Talks und Performances einen Dialog zwischen Kunst, Pornografie und queer-feministischer Politik und präsentiert Porno fernab der klassischen Triade von plattem Aufriss, wilden Penetartions-Close-Ups und Cumshot.

Im aktuellen politischen Klima wird die Stadtwerkstatt für zwei Tage zu einem Ort, an dem wir unser queer-hedonistisches Utopia kreieren und feministische Lust feiern – Cum!

Vortrag: Subversion & Intervention - Material Culture as a Strategy of Visualization of Sexual Violence and Femicides

11/2019, Universität Gießen
Konferenz: Renegotiating Minoritarian In_Visibilities

Dieser Vortrag ist auf: Englisch
Publikation: Überwachen und Strafen

08/2019 Artikel in Kunst-/Kulturzeitschrift "Die Referentin"

"Shu Lea Cheang kooperiert im September bei der Showcase-Extravaganza STWST48 mit der Stadtwerkstatt. Parallel dazu läuft immer noch ihr Beitrag bei der Biennale in Venedig. Sarah Held hat Shu Lea Cheangs Biennale-Arbeit gesehen und schreibt zu 3X3X6 – und künstlerischem Responding auf Unter­drückungsmechanismen."

Publikation: Pimmel Porn Protest

08/2019 Artikel in "Die Versorgerin - Zeitung der Stadtwerkstatt"
Sarah Held und Sylvia Sadzinski

"Post-Porn-Film, Talks, Fest und die Politisierung des Pornos Ende November in der STWST: Die beiden Kuratorinnen Sarah Held und Sylvia Sadzinski geben eine Vorschau."

Konferenzorganisation: They Walked in Line - Um|Neu|Formierungen extrem Rechter in Mode und Popkultur

06/2019 Akademie der Bildenden Künste, Wien

Das eintägige Symposium reflektierte aktuelle Entwicklungen der sog. Neuen Rechten in den Feldern von Mode und Popkultur und diskutierte kritische zivilgesellschaftliche Bildungs- und Handlungsstrategien.

Über die Themenfelder des Symposiums hinaus bündeln die Herausgeberinnen Elke Gaugele und Sarah Held aktuelle Phänomene im Sammelband "toxische effekte - Um|Neu|Formierungen extrem Rechter in Mode, Feminismus und Popkultur", erscheint 01/2021 bei Transcript.

Workshop: (Anti)Feminismus, Sexismus, Rassismus als toxische Allianz in rechten Ressentiments

seit 06/2019
Erste Umsetzung im Rahmen des Symposiums "They Walked in Line - Um|Neu|Formierungen extrem Rechter in Mode und Popkultur" an der Akademie der Bildenden Künste, Wien.

Der Workshop beschäftigt sich mit möglichen Argementationsstrategien gegen toxische Feminismen und dekonstruiert die missbräuchliche Verwendung feministischer Erkenntnisse durch rechte Gruppen.

Dauer: 3h

Podiumsdiskussion: Feminism and Porn: Friends or Foes?

05/2019
Firstborn Female Fest #7, Skopje, Mazedonien.

Dieser Vortrag ist auf: Englisch
Vortrag: Disobedient Fabrics - Material Culture in the Scope of Femicides and Resistance

04/2019, University of Kentucky, School of Visual Arts
Konferenz: Materializing Resistance - Gender, Politics, Craft

Die Vortragsreise wurde mit freundlicher Unterstützung eines Reisestipendiums der Österreichischen Forschungsgemeinschaft realisiert.

Dieser Vortrag ist auf: Englisch
Vortrag: Subversive Threads – Art interventions against (sexual) Violence.

04/2019 New York University, New York City.
Konferenz: Sexuality and Borders.
Die Vortragsreise wurde mit freundlicher Unterstützung eines Reisestipendiums der Österreichischen Forschungsgemeinschaft realisiert.

Dieser Vortrag ist auf: Englisch
Publikation: Sex Education – Popkulturelle Sex Therapie im Abbruchklo

03/2019
Die Referentin. Kunst- und Kulturzeitschrift

"Die Coming-Of-Age-Serie „Sex Education“ dreht sich um das Sextberatungsprojekt „Clinic“, das an der Morendale High von der toughen Meave initiiert wird. Sarah Held hat sich die Serie angesehen und stellt hier einige Charaktere mit ihren toxischen bis vulnerablen Männlichkeitskrisen vor. Auch wir meinen: quite zeitgeisty."

Vortrag: Sex & Violence or How they Stopped Worrying and Started Interventions. Sociological and artistic approaches.

10/2018 International Conference Sexual Harassment and Sexual Violence, Universität Porto

Gemeinsam mit Jördis Spengler.

Dieser Vortrag ist auf: Englisch
Workshop: Radical Chic Revisited

seit 01/2019
Netzwerktreffen Clean Clothes, Magdeburg

Subversiver Kommunikationsguerilla-Workshop zum kritischen Umgang mit Fast Fashion Produkten als künstlerisch-affirmative Praxis.

Grrrl Gangs – Bildet Banden gegen Street Harassment. Feministische Mädchenarbeit trifft auf Street Art.

11/2017
Jugendkunst-/Kulturprojekt, gefördert durch die TKI, umgesetzt an verschiedenen Standorten in Tirol.
Ziel war progressive feministische Jugendarbeit an ruralen Orten umzusetzen fernab der urbanen Gender Studies Hotspots.

Gemeinsam mit Carmen Karr und Christine Psutka.

The Future, the Presen and the Past of Politics in Fashion and Textiles

01/2017 Akademie der Bildenden Künste, Wien

Tagungsorganisation + Vortrag // Akademie der Bildenden Künste

Zwischen: „Das Radikale Nähkränzchen“ - künstlerische Schnittstelle zwischen Rape Culture und Aktionismus

Linz, Dezember 2016

Der Vortrag geht der Frage nach, welchen Beitrag Interventionskunst zum Sichtbarmachen von sexualisierter Gewalt gegenüber Frauen* leisten kann. In der Ausstellung home sweet home des Künstlerinnen-Kollektives Das Radikale Nähkränzchen (Innsbruck, 2006) wurde das vermeintlich traute Heim in seiner Negativkonnotation dargestellt. Das Unmarkierte wurde mittels Kunstaktion markiert. Sozialer Nahraum als Raum der Gewalt, der zwischen wohliger Geborgenheit und grausamem Unort oszilliert.

Kinky Dollhouse

Juli - September 2016

Einzelausstellung

Pimmel, Porn, Protest - Vortragsreihe

Wien, seit 2016
Gemütliches Pornoschauen inklusive Vortrag und Diskussion.

Porno kann mehr sein als reine Wichsvorlage: eine Form der Politik, der Kritik und des Protests. Als aktivistische und subkulturelle Praxis und als künstlerische Strategie kann Porno jenseits des Mainstreams gesellschaftliche Normen rund um Sexualität und Körper infrage stellen. Wie das gehen soll, zeigt erneut ein Film fern von den üblichen flachen Dialogen und dem finalen Cum Shot.

Referentinnen:
Sarah Held & Sylvia Sadzinski

Gruppenausstellung: Attitudes

11/2015 -01/2016
Haus am Lützowplatz, Berlin

02/2016 - 05/2016
Bundeskunsthalle, Bonn

Ausstellung von Stipendiatinnen und Stipendiaten der Friedrich Ebert Stiftung. Kuratiert von Marcel Odenbach und Beate Eckstein

Publikation: „Girl Gangs against Street Harassment“ – Feministische Street-Art als künstlerisch-interventionistische Raumaneignungspraxis

Die Girl Gangs against Street Harassment verstehen sich als feministische Kommunikationsguerilla die mittels leicht zugänglicher bzw. umsetzbarer Street Art Techniken Zeichen gegen Alltagssexismen im öffentlichen Raum setzt. Dezidiertes Ziel ist, mittels subversiv-künstlerischer Interventionen Street Harassment als soziales Problem zu kennzeichnen und dem entgegenzuwirken. Die öffentlich installierten Girl Gangs sollen sexualisierte Werbenarrative im urbanen Raum stören und versuchen Weiblichkeitsbilder zu diversifizieren.

Publikation: Craftivism und Critical Crafting – Handarbeit, Feminismus und Widerstand

Beitrag in Neue Muster, Alte Maschen. Interdisziplinäre Perspektiven auf die Verschränkungen von Geschlecht und Raum. Hg. Sonja Lehmann, Karina Müller-Wienbergen, Julia Elena Thiel. Transcript 2015.

Schlagworte:
DIY - Postfeminismus - Popkultur - Gender - Kunst

Das Schaf im Wolfspelz – Tätowierungen in der Popkultur.

In: Haut und Hülle. Umschlag und Verpackung. Techniken des Umschließens und Verkleidens. Hg. Ute Seiderer/Michael Fisch, Rotbuch 2014.

Schlagworte:
Gender - Popkultur - Tätowierung

Not just boys fun– Feministische Interventionen in der Do-It-Yourself-(Sub)kultur

Symposium: Do-it-Yourself! Subversive practices and informal knowledge. Marburg, November 2015. (Tagungsbandbeitrag in Arbeit)

Girls with Balls: Constructions of Femininity in Exploitation Cinema Illustrated by Mark of the Devil’s Vanessa

Vortrag
Symposium: Mark of the Devil. On a Classic Exploitation Film. An International Conference. In Kooperation mit der Universität Wien. Tamsweg, April 2014.

„Radikales Nähkränzchen“ – Feministische Perspektiven auf urban installierte Handarbeiten an der Schnittstelle von Kunst/Design und politischem Aktivismus.

Symposium: GENDERED SPACES – SPATIALIZED GENDER. Synthese und Perspektiven der Konstitution von Raum und Geschlecht. Kassel, Oktober 2013

Workshop: Girl Gangs against Street Harassment

Feministischer Street Art Workshop zur visuellen Rückeroberung von öffentlichem Raum, Diversifizierung von Weiblichkeitsstereotypen im öffentlichen Raum und Empowerment von Frauen*.

Seit 2014 auf diversen interationalen (feministischen) Festivals und Vernetzungstreffen umgesetzt.

Workshop: Monument Quilt (Force Upsetting Rape Culture)

05/2015
Ladyfest Baltimore, USA.

07/2015
Artscape Kunstfestival, Baltimore, USA

„Radikales Nähkränzchen“ - Feministische Perspektiven auf urban installierte Handarbeiten

Interdisziplinäre Wochen der Fachhochschule Kiel, November 2013

Metropolis 2.0

Interfiction XVII «instructable»: So funktioniert das! Kassel November 2011.
BarCamp Conference, DIY - Die Mitmachrevolution (Ausstellung), Frankfurt/M Dezember 2011.

DIY or Die - Entwicklung der do-it-yourself Kultur

MODus. Designquartier, Köln September 2011.

Knit Happens - Subversive Handarbeit als Aktivismus.

PopDesignFestival. Designquartier Köln, Juni 2011.